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In Eigener Sache

15. Dezember 2011

Ich hab jetzt schon längere Zeit keinen neuen Eintrag mehr geschrieben, was aber nicht heißt, dass ich nicht darüber nachgedacht hätte, was denn künftige Themen sein könnten (neben den Besprechungen des Dragon Magazines, die ich noch nicht aufgegeben habe). Tatsächlich schwirrt da so einiges in meinem Kopf herum, was noch nicht ganz druckreif ist, aber der Blogtitel spricht nicht umsonst von Welten, und damit sind nicht nur die Rollenspielwelten gemeint. Es kann also durchaus sein, dass der Fokus sich in Zukunft zumindest teilweise etwas vom Thema Rollenspiel wegbewegt, wobei ich ja ein Anhänger der These bin, dass wirklich alles als Inspiration fürs Rollenspiel dienen kann, insoweit wird dieses wohl weiter das Zentrum meines Blogs bilden.

 

Jedenfalls bin ich noch da und lese schon wieder fleißig im Dragon Magazine #17, das wird also wohl Thema der nächsten beiden Blogeinträge sein.

 

….

 

Wenn man wie ich als reiner Fan plötzlich Teil des Produktionsbereichs wird, ergeben sich daraus einige Änderungen im Umgang mit den Produkten. Ich hab mich nie zu denjenigen gezählt, die um der Kritik willen kritisieren und selbst da wo ich heftig kritisiert habe, zumindest versucht, gewisse Umgangsformen zu wahren (hat nicht immer geklappt, der Versuch war aber da). Aber selbst wenn man das Glück hat, vom „Arbeitgeber“ nicht den Mund verboten zu bekommen, fängt man als Teil der Produktmaschinerie plötzlich an, sich selbst zu zensieren. Nicht unbedingt, weil man nichts schlechtes über das Produkt sagen möchte, an dem man gerade arbeitet, sondern, weil man mit jeder Form der Kritik auch andere Leute treffen würde, die am selben Produkt arbeiten und es (zumindest meiner Meinung nach) verdienen, dass man Kritik nicht nach außen trägt.

Andererseits ist man aber natürlich auch für die eigene Community plötzlich „einer von denen“. Das hat positive wie negative Konsequenzen. Die negativen liegen vor allem darin, dass man plötzlich in allem, was man sagt, nicht mehr als Fan, sondern als Produzent angesehen wird. Das gilt insbesondere, wenn man einer Kritik widerspricht, aber auch, wenn man Spekulationen anstellt, die nicht durch irgendwelches Insider-Wissen gedeckt sind (was einem aber kaum jemand glauben mag).

 

Ich hab früher die eine oder andere Rezension zu den Paizo-Produkten geschrieben. Ich habe lange Zeit den Paizo-Blog übersetzt, um Pathfinder auch dem deutschen Publikum bekannt zu machen. Das alles kam durch meine Tätigkeit im Pathfinder-Übersetzungsteam zum erliegen, teils aus organisatorischen Gründen, teils auch einfach, weil es immer mit einem Geschmäckle verbunden gewesen wäre, Produkte zu rezensieren, die bereits auf deutsch veröffentlicht worden waren (oder vielleicht noch worden wären). Also wieder Selbst-Zensur.

 

Darum sehe ich das durchaus auch mit einem lachenden Auge, dass ich neuerdings kein Teil des Übersetzungsteams mehr bin, bedeutet das doch, dass ich meinen Schnabel wieder in Zukunft so einsetzen kann, wie er mir gewachsen ist. Es sollte zwar niemand plötzlich wütende Verisse von mir erwarten, zumal ich mich in Zukunft wie früher schon eher mit den englischsprachigen Produkten auseinandersetzen werde, aber ich muss eben auch keine (falschen?) Rücksichten mehr nehmen.

 

Was auch Auswirkungen auf meinen Blog haben wird, denn wenn ich in Zukunft etwas zu rezensieren habe, wird das wohl vor allem in diesem Blog geschehen. Oder anders gesagt: Auch eine meiner Lieblingswelten wird hier in Zukunft stattfinden.

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2 Kommentare leave one →
  1. 15. Dezember 2011 14:01

    Schön wieder etwas von Dir zu hören.

  2. 7. Januar 2012 00:50

    Ich werd Dich natürlich dort vermissen, hoffe aber vermehrt von Dir hier zu lesen!

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